Adventures

Syberia

 

 


Kate Walker, eine Anwältin aus New York, soll in Valadilène, einem kleinen Städtchen in den französischen Alpen, den bereits abgesprochenen Kauf einer Automatenfabrik zum Abschluss bringen. Bei ihrer Ankunft begegnet ihr ein Trauerzug, und sie erfährt, dass Anna Vorarlberg, die Eigentümerin der Fabrik, gerade gestorben ist.

 

 

Dies ist eine unerwartete Komplikation, und zusätzlich eröffnet ihr der Notar, dass Hans Vorarlberg, der Bruder der Verstorbenen, noch lebt. Hans galt bisher als tot, aus dem Geständnis seiner Schwester geht aber eindeutig hervor, dass ihr Vater den Tod seines Sohnes damals lediglich vorgetäuscht hatte. Er konnte es nicht ertragen, dass sein einziger Sohn Valadilène verlassen wollte, und nicht, wie geplant, einmal die Fabrik übernehmen würde.

 

 

Kate muss den neuen Erben unbedingt finden, um eine rechtsverbindliche Unterschrift für den Kaufvertrag zu bekommen. Sie beginnt ihre Suche beim Herrschaftshaus auf dem alten Fabrikgelände und macht dort einige erstaunliche Entdeckungen. Auf dem Speicher findet sie Annas Tagebuch, in dem diese von dem schrecklichen Unfall berichtet, den ihr kleiner Bruder damals erlitt und der sein ganzes Leben veränderte. Hier trifft sie auch auf Momo, einen schüchternen, zurückgebliebenen Jungen, der sie zu der geheimnisvollen Höhle mit den Felszeichnungen führt, in der Hans damals abgestürzt ist.  

 

 

Ihr nächster Weg führt in die stillgelegten Fabrikhallen. In langen Reihen stehen hier die  Produktionsautomaten, die wieder zu neuem Leben erwachen, als es ihr gelingt, die Energieversorgung in Gang zu bringen.

 

 

Im Büro von Hans Vorarlberger stößt sie auf die Konstruktionspläne einer Lokomotive und im angrenzenden Labor auf den noch unvollendeten Lokführer.

 

 

Kate kann den automatischen Produktionsprozess in Gang bringen und die fehlenden Teile für den Lokführerautomaten fertig stellen.

 

 

Obwohl Oscar, wie sich der Automat selbst nennt, auf eine schnelle Abreise drängt, ist Kate mit den bisher gewonnenen Einsichten noch nicht zufrieden. Zu ominös erscheinen ihr die Umstände des vorgetäuschten Todes von Hans Vorarlberg. Um Klarheit zu gewinnen, besucht sie die Kirche und das Mausoleum, in dem Anna gerade beigesetzt wurde. Sie kann das Glockenspiel im Turm in Gang setzen und damit das Mausoleum öffnen. Der Sarg von Hans ist leer!

 

 

Jetzt gibt es hier nichts mehr für sie zu tun. Sie muss Hans Vorarlberg finden. Im Bahnhof wartet bereits der Zug auf sie, der sie in eine ungewisse Zukunft führen wird.

 

 


Die Universitätsstadt


 

 

Als Kate wieder aufwacht, hat der Zug in einem seltsamen Bahnhof angehalten. Die große Halle ist mit exotischen Pflanzen gefüllt, und in der Luft liegt das Kreischen von Vögeln.

Für Kate beginnt wiederum die Suche nach einem Aufzugsmechanismus für die Lok, aber in der Halle ist ein solcher nicht zu finden. Erst ein Stück außerhalb, wo die Gleise an einer gigantischen Mauer enden, findet sie den Mechanismus. Der Zug müsste bis hierhin geschleppt werden, aber wie? Auf dem parallel zu den Gleisen verlaufenden Kanal gibt es einen Schleppkahn, der Kapitän ist aber nur gegen Bezahlung bereit, sein Schiff hierfür zur Verfügung zu stellen.

 

 

Kate hat eine Einladung von den Rektoren der Universität erhalten. Hier ergibt sich für sie  eine Gelegenheit, das notwendige Geld für die Entlohnung des Kapitäns zu verdienen. Der mechanische Musikpavillon im Vorhof der Universität - übrigens ein Werk aus der Werkstatt von Hans Vorarlberg - ist defekt. Kate kann ihn reparieren und kommt bei dieser Gelegenheit auch einem kleinen Geheimnis der Professoren auf die Spur.

 

 

Nachdem der Schleppkahn ihren Zug in die richtige Position gebracht hat, steht einer Abfahrt eigentlich nichts mehr im Wege. Aber da ist noch die große Mauer, ein schier unüberwindliches Hindernis für ihre Weiterreise. Kate kann aber auch den Kommandanten dieses Bollwerkes überzeugen, und ihr Zug bringt sie weiter, einem unbekannten Ziel entgegen.

 

 


Komkolzgrad


 

Als Kate erwacht, läuft der Zug gerade unter einem riesigen Koloss - ein weiteres mechanisches Wunder, das Hans Vorarlberg geschaffen hat - in den düster und bedrohlich wirkenden Bahnhof einer verfallenen Industriestadt ein. Sie findet auch gleich den Aufziehmechanismus, sieht aber bei ihrer Rückkehr eine dunkle Gestalt eilig den Zug verlassen. Dort findet sie Oscar, den Zugführer, gefesselt, geknebelt und seiner Hände beraubt. An eine Weiterfahrt ist also im Augenblick nicht zu denken.

 

 

Kate macht sich auf die Suche nach dem Unbekannten, der irgendwo im Inneren der Gebäude verschwunden ist. Schließlich findet sie ihn und erfährt auch seine traurige Geschichte. Borodine war früher Direktor dieser Anlage und wurde dann - nach der Stilllegung des Werkes - aufs  Abstellgleis geschoben. Jetzt ist er nur nach von einem einzigen Gedanken besessen: Er will Helena Romanski, eine von ihm überaus verehrte Sängerin, noch einmal hören. Aus den Röhren des Stahlwerkes hat er eine gewaltige Orgel gebaut und Oscars Hände für den mechanischen Organisten verwendet. Wenn Kate also die Hände zurück will, muss sie wohl oder übel Helena Romanski finden.

 

 

Borodine schickt sie zu einem stillgelegten Kosmodrom, von wo aus früher prominente Besucher mit einem Zeppelin nach Aralbad - dem mutmaßliche Aufenthaltsort von Helena Romanski - befördert wurden. Mit Hilfe des ständig betrunkenen Charov - einem ehemaligen Kosmonauten - gelingt es ihr, den Zeppelin zu starten, und sie fliegt in das verlassene und heruntergekommene Seebad.

 

 


Aralbad


 

Im Hotel braucht Kate erst eine Weile, bis sie zu Frau Romanski vordringen und ihr Problem schildern kann. Die Romanski würde ihr auch gerne helfen, aber ihre beste Zeit ist lange vorüber. Sie erinnert sich jedoch, dass vor vielen Jahren Georges, der Barmixer des Edenor Hotels in Paris, ihr einen Drink gemixt hat, der ihr die damals schon verloren geglaubte Stimme zurück gab. Kate kann sich das Rezept besorgen, den Drink zubereiten, und tatsächlich erlangt die Romanski ihre Stimme zurück.

 

 

Mit dem Zeppelin geht es zurück nach Komkolzgrad, und die gealterte Diva erlebt ihren letzten großen Auftritt. Kate glaubt sich schon am Ziel ihrer Wünsche, aber leider spielt der Direktor ein falsches Spiel. Er möchte seine überaus verehrte Helena für immer bei sich behalten, und Kate gelingt es nur mit großer Mühe, seine Pläne zu durchkreuzen und mit ihrem Zug nach Aralbad zurückzukehren.

 

 

Zurück in Aralbad trifft sie unerwartet auf Hans Vorarlberg, der ihr ohne weiteres die Urkunden für den Verkauf der Fabrik in Valadilène unterschreibt. Kate hat ihren Auftrag erfüllt, und einer Rückkehr steht eigentlich nichts mehr im Wege. Für sie ist jetzt die Stunde der Entscheidung gekommen. Soll sie Hans in das geheimnisvolle Syberia folgen, oder soll sie wieder in ihr gewohntes Leben in der Kanzlei in New York zurückkehren? Kate glaubt sich schon entschieden zu haben. Am Kai wartet bereits das Wasserflugzeug, das sie nach Amerika bringen wird. Aber Kate ist nicht mehr die Frau, die sie vorher einmal war. Im letzten Augenblick reißt sie sich los und springt auf den schon fahrende Zug auf, der sie nach Syberia bringen wird.

 

 

 

 

Zurück zu Übersicht Adventures