Egypt I
Das Grab des Pharao
"Oh, Amun steh mir bei in diesem schweren Jahr." Ramose, der Sohn des königlichen Schreibers, hat allen Grund zu klagen. Sein Vater ist eines schweren Verbrechens bezichtigt. In drei Tagen findet das Opet-Fest statt, und sollte es ihm bis dahin nicht gelingen die Unschuld seines Vaters zu beweisen, wird dieser verurteilt werden.



Ramose beginnt seine Suche nach Beweisen bei dem geplünderten Grab von Sethos. Montumes, der Leiter der Schutztruppe, erlaubt ihm die Untersuchung. Das Grab birgt einige Tücken, aber er kann den Fallgruben und Giftschlangen entgehen.



Seine Suche zeigt erste Erfolge, denn in einem Nebenraum der umfangreichen Grabstätte findet er ein Amulett sowie eine unfertige Zeichnung. Amunnacht, der Vorarbeiter der Grabarbeiter, erkennt diese als Eigentum des Arbeiters Hori. Der Verdacht erhärtet sich, da Hori beim morgendlichen Appell der Arbeiter fehlt. Amunacht empfiehlt ihm das Dorf der Arbeiter aufzusuchen.
Deir el Medina
Das Arbeiterdorf ist zwar nur eine eine Ansammlung einfacher Lehmhäuser, die Arbeiter in den Grabstätten genießen aber ein besonderes Ansehen und einige Privilegien. Horis Hauswirtin macht ihm zwar Schwierigkeiten, Ramose kann sie aber bestechen und danach über das Dach ins Haus gelangen.



Im Haus findet er weitere Beweisstücke die dafür sprechen, dass Hori mit den Grabräubern zusammen gearbeitet hat. Leider kann dieser ihm nichts mehr über seine Auftraggeber verraten. Jemand hat den unbequemen Mitwisser beseitigt, denn im Keller findet er schließlich den toten Hori und in seiner Hand ein zerknülltes Papyrus.



Ramose verbringt die Nacht im Haus von Amunnacht. Es ist keine sehr angenehme Ruhe, denn im Schlaf erscheint ihm Anubis, und er wohnt im Traum der Zeremonie bei, wie die Seele beim Übertritt in das Schattenreich gegen eine Feder aufgewogen wird.



Die Werkstatt der Balsamierer
Bei seiner Suche hat Ramose auch ein Uschebtis-Kästchen gefunden. In diesen Kästen werden dem Verstorbenen Tonfiguren mit ins Grab gegeben, die ihm in der anderen Welt als Helfer dienen sollen. Dies deutet darauf hin, dass auch die Gilde der Balsamierer in das Geschehen verwickelt ist. Ihr Anführer ist äußerst misstrauisch als Ramose den Kasten dort abgibt und unterzieht ihn einem Test. Danach hält er ihn aber für ein Mitglied der Bruderschaft, und er darf an der Beisetzung einer Mumie teilnehmen.



Während der Priester bei dem Verstorbenen das feierliche Ritual der Mundöffnung vollzieht, um ihn für seine Reise ins Jenseits vorzubereiten, landet Ramose in einer dunklen Höhle. Offensichtlich ist er einigen Leuten mit seinen Fragen unbequem geworden und soll auf diesem Weg beseitigt werden.



Ramose kann sich jedoch aus dem Verlies befreien. Im Hof trifft er auf ein Klageweib, hinter der sich die Kobra verbirgt. Ramose zeigt ihr die Beweise die er schon gesammelt hat, und wird von ihr in zum Haus eines Adligen geschickt.



Das haus von Panehsj
Paneshj, einer der Höflinge, scheint ebenfalls in die Angelegenheit verwickelt zu sein, denn kaum das Ramose das Grundstück betritt, wird gleich ein Anschlag auf ihn verübt. Mit einigen gefundenen Kleidungsstücken kann er sich als einer der Gäste ausgeben.



Der Hausherr durchschaut ihn jedoch und fordert ihn zum Senet-Spiel auf, bei dem es um sein Leben geht. Ramose gewinnt das Spiel, erbeutet einen Plan der Säulenhalle im großen Tempel von Karnak, und kann sich durch Flucht retten.



Das Gebiet von Amun Re
Im Schutz der Dunkelheit erreicht Ramose den verbotenen Bezirk des großen Tempels von Karnak. Es ist der Vorabend des Opet-Festes und die Priester sind mit den Vorbereitungen für die Zeremonien des nächsten Tages beschäftigt. Aamerut, Priesterin des Amun, gibt ihn als Gehilfen aus und verschafft ihm so Zutritt zum Tempel.



In der Säulenhalle findet er hinter einem losen Stein im Sockel einer der Säulen eine Hälfte, und in einer Clepsydra, einer Wasseruhr der Horologen, die zweite Hälfte eines Brustschmuckes, der Pthanefer, den Wesir des Pharao, als den Drahtzieher des Komplottes entlarven wird.



Die Zeit drängt für Ramose, denn die Vorbereitungen für das Fest sind in vollem Gange. Die Statue des Amun-Re wird von den Priestern aus ihrem Schrein geholt, mit Schminke und farbigen Bändern für den großen Umzug geschmückt, und bald wird sich Pharao mit dem gesamten Hofstaat zur Zeremonie einfinden.



Ramose tritt vor die versammelten Würdenträger und beschuldigt Ptahnefer, den mächtigen Wesir des Pharao, der wahre Urheber des Komplottes gegen Toth, den ersten Schreiber, zu sein. Pthanefer war es, der die Plünderung des Grabes von Sethos veranlasste, die Beteiligten beseitigen ließ, und mit den gefälschten Beweisen seinen Vater dem Verdacht aussetzte.



Die Gerechtigkeit hat gesiegt. Amun hat durch die Hand der Kobra den Unschuldigen gerettet. Der Wesir kann sich der Last der erdrückenden Beweise nicht entziehen und wird seiner gerechten Strafe zugeführt. Das Opet-Fest, die Vereinigung des Himmels mit der Erde, kann beginnen.


