Atlantis
IV
Evolution
Wir schreiben das Jahr 1904. Curtis Hewitt, ein Photoreporter, ist auf dem Weg von Patagonien zurück nach New York. In Höhe der Bahamas gerät die schon etwas betagte "Lemuria" in einen heftigen Sturm und sinkt. Curtis kann sich gerade noch in einem Boot retten.



Das Meer hat sich wieder etwas beruhigt, aber dann wird das Boot von einem gewaltigen Strudel angezogen und verschluckt. Als Curtis wieder zu sich kommt erscheint ihm die Umgebung seltsam fremd. Das Wasser ist spiegelglatt, Haie umkreisen das Boot, und ein gefährlich aussehender Vogel mit zwei Köpfen krächzt ihn an.



Der Vogel lässt sich verscheuchen, aber dann taucht der Schatten eines großen Flugkörpers über ihm auf, und ein Traktorstrahl zieht ihn in den Rumpf des Schiffes.



Curtis landet in einem dunklen Hangar dessen Wände mit Darstellungen von Gottheiten verziert sind, und im Cockpit sieht er in einem Sichtgerät den Boden einer fremdartigen Landschaft unter dem Schiff vorbeiziehen.
Die Ankunft
Das Schiff ist zum Stillstand gekommen, und Curtis wird mitsamt seinem Boot in eine Art von Lagerhalle abgesenkt. Der Empfang ist alles andere als freundlich. Von dem schwer bewaffneten Wächter erfährt er, dass er sich im neuen Atlantis befindet, und die Figuren an den Wänden des Raumschiffes die Götter dieser Welt darstellen. Hier befindet er sich im Orientierungszentrum 17, einer Einrichtung, in der Abweichler entweder angepasst oder eliminiert werden. Letzteres Schicksal scheinen die Wächter ihm zugedacht zu haben, aber auf der Fahrt in die Auflösungskammer kann er die Steuerung der Kapsel so beeinflussen, dass er unbeschadet den Ausgang erreicht.



Das ist gerade noch einmal gut gegangen. Curtis folgt einem Weg, der ihn zu einer Ansammlung von seltsamen runden Häusern führt. Am Dorfeingang findet er eine rätselhafte Statue, deren Augen in ständiger Bewegung sind, ihn aber offensichtlich nicht wahrnehmen können.



Seine Gespräche mit den Dorfbewohnern zeigen ein bedrückendes Ergebnis: Alle haben Angst und sind von einer erschreckenden Unterwürfigkeit gegenüber den Göttern geprägt. Diese Menschen wurden offensichtlich einer Gehirnwäsche unterzogen, denn nur so lässt sich ihr Verhalten erklären.



Rund um den Dorfbrunnen sind die Statuen der Gottheiten aufgestellt, und in ihrem Ausdruck liegt eine Bösartigkeit, von der eine greifbare Bedrohung auszugehen scheint.



Wie real diese Bedrohung ist, muss Curtis gleich erfahren, denn kaum hat er den Versuch gemacht etwas Wasser aus dem Brunnen zu trinken, da erscheinen wieder die Wächter, und ihm bleibt nur die überstürzte Flucht.
Auf der Flucht
Curtis kann leider keine Zeit auf die wunderschöne Umgebung verwenden, da ihm die Wächter ständig auf den Fersen sind bzw. aus der Luft suchen. Zum Glück bieten einige Höhlen und hohle Baumstämme für kurze Zeit Sicherheit.



Allerdings bergen diese Höhlen auch Gefahren in sich. Eine davon ist von einer Unzahl großer Krebse bewohnt, die alles andere als harmlos zu sein scheinen. Curtis kann aber einen Baumstamm so plazieren, dass der Zug der gierigen Tiere umgeleitet wird.



Eine Eulenmaske, von der er zuvor ein Bruchstück gefunden hat, befördert ihn durch ein Loch in einen unterirdischen See, und durch einen Wasserfall betritt er einen neuen Abschnitt dieses exotischen Waldes.



Gefährlich wird es dann noch einmal für ihn, als er völlig unvermutet vor einer riesigen fleischfressenden Pflanze steht, und nur eine Astgabel rettet ihn vor dem gierig zuschnappenden Maul.



Ein plötzlicher Zug reißt ihn von den Beinen, und Curtis baumelt kopfüber in einem Netz. Sein erster Gedanke ist, dass ihn die die Wächter jetzt endgültig erwischt haben. Zum Glück sind es aber nur zwei Frauen, denen er in die Falle gegangen ist.
Miranda und ihre Großmutter gehören zu den ursprünglichen Bewohnern dieser Welt. Die Wächter halten sie für Primitive und lassen sie weitgehend in Ruhe.



Am nächtlichen Lagerfeuer erfährt Curtis dann etliche Neuigkeiten über diese Welt. Über die neuen Atlanter, die hier wie Sklaven gehalten werden, aber auch über einen Retter, der die Welt vom Joch der grausamen Götter befreien wird. Mirandas Großmutter, die über hellseherische Fähigkeiten verfügt, ist davon überzeugt, dass Curtis dieser Retter ist. Er soll Chel, einen Abweichler, suchen, der hinter dem Vulkan lebt und den Zugang zur Quelle kennt.



Der nächste Morgen hält einige Überraschungen für Curtis bereit. Bei der Rückkehr in die Siedlung werfen sich die Leute auf den Boden, begrüßen ihn als Lord Cosmo, und eine der Frauen malt ihm das Symbol des Blitze schleudernden Gottes auf die Stirn.



Nachdem in nun auch die Wächter ehrerbietig grüßen, kann er sich auf die Suche nach Chel machen, wie ihm Mirandas Großmutter angeraten hat. Irgendwo in dieser exotischen Pflanzenwelt muss der Zugang verborgen sein, der ihn dort hinführt.



Nach langem Suchen ist der Zugang gefunden, aber am Ende der Höhle stellt sich ihnen ein nahezu unüberwindliches Hindernis in den Weg:



In dem unterirdischen See haust ein urweltlicher Saurier, und die beiden entgehen nur mit Mühe den Zähnen dieses Monstrums.



Hinter der Höhle öffnet sich eine neuerliche, faszinierende Landschaft. Der Weg endet an einem See, in dem sich Muscheln in den bizarrsten Formen finden.



Hier treffen wir auch auf Chel, einen ehemaligen Wächter, der aber nun zum Abweichler geworden ist, und hier mit seiner Gefährtin Lani lebt. Sie ist von den Wächtern gefangen und in die Konditionierungskammer gebracht worden.



Chel kann sie nicht selbst befreien, da er sofort von den Wächtern erkannt würde, und so übernimmt Curtis diese Aufgabe für ihn.



Lani ist befreit und kann ihm den Weg zum Flughafen zeigen. Curtis schleicht sich vorsichtig an den Wächtern vorbei, die die Hallen bewachen in denen die Güter, die von den Sklaven dieser Welt produziert wurden, zum Abtransport in die Welt der Götter warten.



Offensichtlich ist seine Tarnung entdeckt worden, denn die Wächter sind angewiesen, nach einem Mann Ausschau zu halten, der Lord Cosmo ähnelt. Er kann sich aber schließlich in einer Kiste verstecken, die unmittelbar darauf zum Landeplatz gebracht und in einen Fluggleiter verladen wird.



Curtis hat es geschafft, und bereits nach kurzem Flug ist die im Raum schwebende Burg der atlantischen Götter erreicht.