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Atlantis III

 

 


Zehntausend Jahre sind vergangen. Das Volk, das von den Sternen kam, existiert nicht mehr. Auch ihre Heimat ist vergessen und lebt nur noch in den Mythen und Legenden der Menschheit weiter. Nicht einmal die geographische Lage von Atlantis konnte bis heute bestimmt werden. Man könnte fast meinen, Atlantis hat nie existiert, und doch finden Wissenschaftler bei der Erforschung anderer Hochkulturen aus der Frühzeit der Menschheitsgeschichte immer wieder Hinweise auf diesen sagenhaften Kontinent. 

Woher stammen zum Beispiel die erstaunlichen  astronomischen Kenntnisse der alten Ägypter? Haben sich vielleicht Überlebende der großen Katastrophe am Nil angesiedelt und mit ihrem überlegenen Wissen einen solchen Entwicklungsschub für das Reich der Pharaonen ausgelöst? Auch andere Kulturen weisen solche Sprünge in ihrer Entwicklung auf, die nur durch äußere Einflüsse erklärbar sind. Atlantis ist Vergangenheit, aber sein Erbe lebt fort.


Ahaggar-Wüste


 

Wir schreiben das Jahr 2020. Eine junge Ägyptologin sucht in der Ahaggar-Wüste im Süden Algeriens nach Spuren einer ägyptischen Grabstätte. Einem vagen Hinweis aus gerade erst entdeckten Schriftrollen zufolge, soll hier - mehrere Tausend Kilometer von Ägypten entfernt - ein sehr bedeutendes Artefakt aus salomonischer Zeit versteckt worden sein. Bei einem Ausweichmanöver zerschellt ihr Geländefahrzeug an einem Felsen, und als sie aus ihrer Ohnmacht erwacht, sitzt sie am Feuer eines jungen Targi (Tuareg), der sie aus den Trümmern ihres Fahrzeuges geborgen hat.

 

 

Von ihm erfährt sie, dass seit einiger Zeit Fremde hier ein Lager errichtet haben und Grabungen zwischen den Felsen durchführen. Nachdem dies genau die Stelle ist, an der sich nach ihren Karten die von ihr gesuchte Grabstätte befindet, versucht sie am nächsten Morgen in das streng bewachte Lager einzudringen. 

 

 

In einer Höhle entdeckt sie ein von einem Skarabäus geschmücktes Portal, das aber von einem Kraftfeld verschlossen ist. Eine Menge technischer Gerätschaften soll wohl die Art dieses Kraftfeldes ergründen, aber augenscheinlich waren die Bemühungen bisher noch ohne Erfolg.

 

 

 

Eine in den Fels gravierte Symbolgruppe weist ihr den richtigen Weg. Ein Kreisel muss eine Sternfigur in einer bestimmten Reihenfolge durchlaufen, und der Weg in die eigentliche Grabstätte ist frei.

 


Ägypten


Die Bilder an den Wänden entsprechen Darstellungen aus den ägyptischen Totenbüchern und sprechen von einem Führer, der hier auf sie wartet. Sie vollzieht das Ritual, bei dem ein Stern in einer bestimmten Reihenfolge gedreht werden muss, und eine mumifizierte Gestalt entsteigt dem Sarkophag.  

 

 

Leider hat das Gedächtnis der Mumie in der langen Wartezeit doch sehr gelitten. Soviel kann man ihren vagen Äußerungen aber entnehmen: Auf sie wartet eine Art Prüfung, bei der es um den Zyklus von Tod und Wiedergeburt des Pharao geht.  

 

 

Der Ausgang der Grabkammer führt auf eine Plattform an der Spitze einer gewaltigen Pyramide. Unter ihr liegt das Tal des Nils, und in der Ferne sind weitere Pyramiden und Tempel zu erkennen. Ihr Führer wartet bereits in einem Boot auf sie, dessen Konstruktion deutliche Merkmale der atlantischen Fluggeräte aufweist.

 

 

Die Reise endet vor dem Eingang eines Tempels, der sich im Inneren einer riesigen Sphinx befindet. In einer Vision zeigt ihr der Hohe Priester den sterbenden Pharao, der aber nicht sterben kann, weil die Voraussetzungen für seine Wiedergeburt noch nicht geschaffen sind. Zwei Dinge sind notwendig, damit der Priester das Ritual ausführen kann: Die Feder des Bennu-Vogels, damit Anubis die Seele des Pharao wiegen und über ihn richten kann, und das Henkelkreuz als Symbol des Lebens, das Pharaos Seele in die Welt der Lebenden zurückbringt.

 

 

Das Henkelkreuz ist schnell gefunden. Um aber die Feder zu erhalten, muss sie zunächst den Tempel der Isis finden und die Kacheln, auf denen die Geschichte von Isis, Osiris und Seth aufgezeichnet ist, in die richtige Reihenfolge bringen.

 

 

Unsere Archäologin kennt natürlich die Geschichte von der Ermordung Osiris durch seinen Bruder Seth und der Zeugung des Horus und kann die Bilder und Texte richtig anordnen. Mit dem Amulett, welches sie dafür erhält, lässt sich auch der zweite Teil ihrer Aufgabe lösen und die richtige Feder finden.  

 

 

Zurück im Tempel übergibt sie dem Hohen Priester die Utensilien, und wird Zeuge, wie Pharao stirbt und durch das Selbstopfer des heiligen Vogels wiedergeboren wird.  

 


Der Kristallschädel


Zurück in der Ahaggar erwartet unsere Freundin eine unangenehme Überraschung. Der Anführer der Fremden hat ihren Lebensretter, den jungen Targi, gefangen, und zwingt sie nun, für ihn den Durchgang durch das Tor zu öffnen. In seinem Besitz ist ein uraltes Relikt, ein Kristallschädel, von dem er glaubt, dass er ihn hier, am Ort seiner Herkunft, aktivieren und damit zur absoluten Macht gelangen kann. 

 

 

Er weiß sehr wohl, dass nur ein Berufener die Rätsel des Schädels lösen kann, und nachdem ihm dies bisher nicht gelungen ist, soll sie nun einen Versuch unternehmen und für ihn die Reise in die illusionäre Welt im Inneren des Schädels antreten. 

 

 

Ein Irrgarten gläserner Stege, Verbindungen und spiegelnder Kugeln erwartet sie hier. Es ist so, als ob sie sich im Inneren eines gigantischen Gehirnes bewege. Von einem Delphin erfährt sie, dass sie auserwählt wurde, das Geheimnis des Schädels zu lüften und für die Menschheit eine neue Dimension zu eröffnen. Das Geheimnis liegt in einem Labyrinth aus Gängen und Türen verborgen, in der sich hinter jeder Tür wieder ein neuer Gang mit neuen Türen öffnet. Sechs Türen muss sie öffnen, und die ersten zwei Schritte hat ihr der Delphin genannt. Aber wie soll sie aus den tausenden verbleibenden Möglichkeiten den richtigen Weg wählen?

 

 

Zurück in der Halle findet sie - eingeschlossen in eine Säule - das Bild eines Atlantiden, von dem sie die Geschichte des Kristallschädels erfährt:  Pharao Soshenq hatte ihn vor langer Zeit bei der Eroberung von Jerusalem erbeutet. Nachkommen der Atlantiden aus dem Kreis der Berater des Pharao erkannten sofort die Macht und die Gefahr, die von dem Schädel ausging, und versteckten ihn an einem geheimen Ort, um ihn vor dem Zugriff skrupelloser und machtgieriger Elemente zu verbergen.

Nachdem die Statue ihren Bericht beendet hat, erhält unsere Freundin einen seltsamen Kristallwürfel, in denen sich die Tore zu zwei neuen Welten erkennen lassen. Löst sie auch dort  ihre Aufgaben, dann wird sie vom Delphin weitere Hilfen für ihren Weg durch das Labyrinth erhalten.


Sibirien


 

Ihr erstes Ziel ist das steinzeitliche Sibirien. Auf der Flucht vor einem Mammut stürzt sie in ein Höhlensystem und bleibt dort bewegungslos liegen. Ihr Geist kann aber den Körper verlassen und macht sich auf die Suche nach einem Ausweg aus dieser Lage. 

 

 

Nachdem sie ein Feuer entzündet hat, erscheinen an den Wänden die Schatten von kämpfenden Wölfen. Sie steuert den Kampf so, dass der weiße Wolf die anderen besiegt, und kann danach die Höhle verlassen. Die Welt  scheint sich - wie nach einem Zeitsprung - völlig verändert zu haben. Da, wo vorher ein Schneesturm wütete, liegt jetzt ein von Felsen gerahmter See, über dem ein seltsames, quallenartiges Gebilde hängt.

 

 

Ihr ist klar, dass sich das Ziel ihrer Suche nur dort befinden kann. Der Weg dahin ist allerdings nicht ganz leicht. Einen Säbelzahntiger und einen  Wolf muss sie überlisten, bis sie schließlich das schwebende Gebilde erreicht. 

 

 

Im Inneren wartet der Kristallschädel auf sie, und nach einer neuerlichen Reise in sein Inneres erfährt sie vom Delphin die nächsten zwei Schritte durch das Labyrinth. 


Bagdad


Die zweite Reise führt in die Märchenwelt von 1001 Nacht. Während Scheherazade ihrem Gebieter Harun al Rashid die Geschichte vom Dieb und der schwarzen Rose erzählt, muss unsere Freundin dessen Abenteuer real erleben:

 

 

 

Zum Dank dafür, dass ihm die Tochter des Sultans das Leben gerettet hat, verspricht er ihr eine schwarze Rose aus dem Garten des Zauberers. Diese ist allerdings nicht ganz so einfach zu bekommen, da sich ihm ein hässliches Fabelwesen in den Weg stellt.

 

 

Durch ein Spiel kann er das Ungeheuer unschädlich machen und erhält ein Kästchen mit drei Diamanten. Als nächstes muss er nun die Wachen vor den Zelten vertreiben, und die Diamanten drei orientalischen Schönheiten geben, die ihm dafür die Schlüssel zum Schlangenturm schenken.

 

 

Im Turm erwartet ihn ein hässlicher Gnom, mit dem er ein Wettrennen zur Turmspitze absolvieren muss. Der hässliche Zwerg hat einige Tricks parat und ist nicht so einfach zu besiegen. Nach einigen Anläufen steht unser Dieb aber auf der obersten Plattform und ein fliegender Teppich bringt ihn zum eigentlichen Schlangenturm.

 

 

Hier erwartet ihn das Sternenrätsel, bei dem sechs Konstellationen nachgebildet werden müssen. Danach ist der Zugang zu einem Schrank frei, dessen Schubladen ebenfalls nach einem bestimmten Schema zu öffnen sind.

 

 

Nachdem er auch dieses Rätsel gelöst hat, öffnet sich der Schrank und gibt eine Flasche frei.  Ähnlich wie bei Aladins Wunderlampe, erscheint auch hier nach dem Reiben ein dienstbarer Geist und beschafft ihm die gewünschte schwarze Rose.

 


Shambhala


Der Delphin hat unserer Heldin auch die beiden letzten Schritte durch das Labyrinth verraten. Nachdem sie die letzte Tür geöffnet hat, findet sie sich am Ufer eines Sees in der Gesellschaft eines Mannes und einer Frau wieder.

 

 

In dieser Welt muss die Zeit einen anderen Verlauf nehmen. Anders ist es wohl nicht zu erklären, dass sie hier - nach so unendlich langer Zeit - auf Rhea, die letzte Königin von Atlantis trifft. Von den beiden erhält sie nach einem komplizierten Gesprächsritual den entscheidenden Hinweis: Auf dem Grund des Sees ruht das Omega, ein Symbol, das die reifer gewordene Menschheit zu neuen Zielen führen wird.

 

 

Ein letzter Besuch im Kristallschädel führt sie zurück an den Ausgangspunkt ihrer langen Reise. Sie kann den jungen Targi aus den Händen der Fremden befreien und aus dem Lager der Räuber entfliehen. Vielleicht beginnt hier, am lodernden Feuer unter dem von Sternen übersäten Himmel, tatsächlich eine neue Zeit für die Menschheit.

 

 

 

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