Adventures

Atlantis II

 

 


Atlantis ist im Meer versunken. Durch Kreons Pakt mit den Priestern des Sa'at konnte das Böse - seit Jahrtausenden im Stählernen Schädel gefangen - wieder in die reale Welt zurückkehren. Eno, der erste Träger des Lichts, konnte es zwar vertreiben, aber damit war das Gleichgewicht zwischen den Mächten des Lichtes und der Finsternis gestört und Atlantis musste sterben. 

 

Aber Mythen können nicht sterben!


 

Viele Generationen danach: Die Überlebenden der Katastrophe sind längst in anderen Kulturen aufgegangen. Das einmalige Wissen dieser hochstehenden Zivilisation ist nur noch in Bruchstücken vorhanden und auf der ganzen Welt verstreut. Ten, ein Urenkel von Eno, findet in den eisigen Höhen des Himalaya ein gestrandetes Flugschiff seiner Vorfahren. Er trifft dort auf den Bewahrer des Kristalls, einen Schamanen, der ihm seine Bestimmung als Hüter des Lichtes vor Augen führt. Das Gleichwicht zwischen den Mächten des Lichtes und der Finsternis muss wieder hergestellt werden. Aber der Weg nach Shambhala - nur dort können die beiden Mächte wieder vereinigt werden - wurde von den Vorfahren zerstört. Erst wenn die verstreuten Bruchstücke des Weges wieder zusammengefügt sind, erlangt der Kristall seine Stärke zurück und Atlantis kann neu erstehen.

 

 

Für Ten beginnt damit eine Reise, die ihn in das frühchristliche Irland, in die Welt der Mayas, in das alte China und schließlich bis an die Grenzen des Universums führen wird.


Irland


 

In Irland erwacht Ten in der Rolle des Mönches Felim. Über ein Buch gelangt er in die Wolkenwelt der keltischen Mythen und Sagen. Das Volk der Tuatha wird von einem Ungeheuer, einem Formarach, unterdrückt. Ihr König Nuada kann sich dagegen nicht wehren, weil ein Schatten seine silberne Hand gestohlen hat. 

Die silberne Hand ist in einem Kristall eingeschlossen, der in einem Brunnen auf der Vogelinsel verborgen ist. Um aber dorthin zu gelangen, muss Felim zunächst einen Schimmel befreien, der in einem Druidenstein gefangen ist. Mit seiner Hilfe kann er über das Wasser reiten und in den Brunnen hinabtauchen. Aber der Kristall wird von einem Seeungeheuer bewacht, und Felim kann ihn zunächst nicht erreichen. 

 

 

 

Nachdem es ihm aber gelingt, die Göttin Aine zu besänftigen, indem er das alte Sonnenrad wieder an den Himmel setzt, kann er das Seeungeheuer besiegen und den Kristall mit der silbernen Hand dem König bringen. Der Formarach wird vom König getötet, und in seinem Brustpanzer findet sich der Schlüssel für die nächste Station der Reise.


Die Welt der Maya


 

 

Die zweite Station seines langen Weges führt Ten in die Welt der Maya. In dieser Inkarnation ist er Tepec, ein junger Maya und Vetter des Königs. Gerade kehrt er von einem Erkundungsauftrag zurück und bringt keine guten Nachrichten mit. Feinde nähern sich der Grenze, die Maisernte ist verdorben und das Volk hungert.

Die gefiederte Schlange, der Gott Quetzacoatl, der das Land bisher beschützt und ihm seine Kraft gegeben hat, schläft. Der König ist von den vielen Blutopfern geschwächt, die er Quetzacoatl schon gebracht hat, um ihn wieder zu erwecken.

Die Zeit für einen Umschwung scheint gekommen. Der Bruder des Königs drängt an die Macht. Er verehrt Tezcatlipoca, den Jaguargott. Aber Tezcatlipoca ist ein blutrünstiger Gott. Viele werden auf seinem Altar ihr Leben lassen müssen. Wenn es nicht gelingt, die gefiederte Schlange wieder zu erwecken, werden der König und seine Tochter am nächsten Tag als erste dem Jaguargott geopfert werden.

 

 

Nur wenn Tepec nach Xibalba, in das Reich der Toten, geht und dort die gefiederte Schlange aus ihrem Schlaf aufweckt, besteht noch Hoffnung. Tepec erklärt sich dazu bereit und wird von der Priesterin nach Xibalba gebracht.

 

 

Auf Xibalba wird Tepec vom Fledermausgott erwartet. Er muss sich einer ganzen Reihe schwieriger Rätsel und harter Prüfungen unterziehen, bis er die Stele des Jaguargottes und der gefiederten Schlange finden kann. Aber vorher muss er noch mehrmals mit Hilfe der Fledermaus zu den Pyramiden zurückkehren, denn nur dort, in ihren tiefsten und dunkelsten Kammern, kann der Schlüssel zur Lösung der Rätsel gefunden werden.

 

 

Tepec kehrt wieder nach Xibalba zurück, und es gelingt ihm den schlafenden Gott zu erwecken. Von ihm erhält er die lebensspendende Kraft für den König und das Land. Die gefiederte Schlange hat gesiegt und die Schatten des Todes haben sich verzogen. Ein weiteres Bruchstück des Weges hat sich wieder eingefügt.  

 


China


 

 

In China findet sich Ten in der Rolle des Doktor Wei im "Kloster des sich ablagernden Purpurs". Von Wu Tai Shih, dem richtungsweisenden Meister, erfährt er, dass das Kloster von einem Schatten belagert wird. Die meisten Mönche haben das Kloster noch verlassen können, aber jetzt ist das Tor durch den Schatten blockiert. Nur einer kann noch helfen. Meister Tan Yan hat vor dreihundertsiebzehn Jahren das Kloster verlassen und die Unsterblichkeit erlangt. Viele haben in dieser langen Zeit versucht, zu ihm zu gelangen. Aber noch nie ist jemand zurückgekommen. Wei erklärt sich bereit, den verschollenen Meister Tan zu suchen, und trifft sich mit Wu Tai Shih im Saal der Schildkröte.

 

 

Unter Anleitung des richtungsweisenden Meisters kann er die komplizierten Schritte durchführen und das Tor zum Haus des Drachens durchschreiten. Hier findet er eine verkleinerte Abbildung einer Seenlandschaft mit einem fliegenden Drachen vor. Wei wird einem Schrumpfungsprozess unterzogen und findet sich danach inmitten dieser Miniaturlandschaft wieder. Er kommt allerdings nicht sehr weit, da ihm eine unfertige Brücke den Weg versperrt. Als er auch deren Rätsel gelöst hat, findet er hinter dem goldenen Tor einen Flugdrachen.

 

 

Nachdem es Wei gelungen ist, den Flugmechanismus zu aktivieren, hebt der Drache ab und bringt ihn zu einer der Inseln. Hier trifft er auf Meister Tan Yan und berichtet ihm von den Problemen des Klosters.

 

 

Tan Yan ist zwar grundsätzlich bereit zu helfen, verlangt aber als Gegenleistung, dass Wei ihm einen Pilz bringt, der ihn endgültig unsterblich macht. Im Augenblick ist seine Lebensdauer auf nur fünfhundert Jahre begrenzt, und diese Zeit ist schon zu mehr als der Hälfte verstrichen. Leider gibt es diesen Pilz aber nur in der Hölle, und das ist ein Ort, der selbst Meister Tan nicht sehr angenehm ist.

 

 

Die Hölle erweist sich als ein bürokratisches Labyrinth, in dem Wei mehrere Dämonen aufsuchen muss, um sich ein Formular abstempeln zu lassen. Nach langem Umherirren gelingt es Wei die notwendigen Stempel in der richtigen Reihenfolge zu erhalten, und bekommt dafür vom Dämon an der Pforte den Pilz. Meister Tan Yan erfüllt dann auch seinen Teil des Abkommens und schenkt ihm einen Lampion mit einer Schlange.

 

 

Wei kehrt damit in das nächtliche Kloster zurück. Der Lampion geht in Flammen auf, und die freigesetzte Schlange vertreibt den Schatten. Das Kloster ist gerettet, und der letzte Stein auf dem Weg nach Shambhala hat sich eingefügt.


Shambhala


Der Kristall hat sich verändert. Auf jeder Welt und mit jeder gelösten Aufgabe hat er neue Energien aufgenommen. Jedes Mal hat er Ten ein wenig mehr von den Wundern des Universums gezeigt. Und jetzt ist er bereit, ihn zu diesem letzten verborgenen Ort zu führen.

 

 

Sechs Steine haben sich zum alten Weg zusammengefügt. Das Tor ist wieder geöffnet und Ten ist bereit, seiner letzten Bestimmung entgegenzugehen.

 

 

Von Königin Rhea erfährt er die wahre Geschichte von Atlantis: Von dem Kristall, der von den Sternen kam und die Zivilisation von Atlantis begründete, von der Trennung in die Mächte von Licht und Finsternis, von Ordnung und Chaos. Nun muss der Kristall wieder an seinen Ursprung zurückkehren, aber zuvor müssen die beiden Kräfte wieder in ihm vereint werden. Ten, der Träger des Lichtes, muss die Dunkelheit wieder in sich aufnehmen. Nur er kann kann den Kreis durchbrechen und die beiden Kräfte in sich vereinigen.

 

 

Auf dem Grund des Meeres, in den Ruinen des versunkenen Atlantis, trifft Ten auf die dunkle Kraft. Das Licht kann die Finsternis besiegen, und der Kristall bringt Ten an den Ursprung aller Dinge. Die Welt hat einen neuen Anfang gefunden.

 

 

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